Eine Patientenverfügung schafft Klarheit für alle

Guten Tag,

sven-elfers_generation-beratung_volksbank-stade-cuxhavenich bin Sven Elfers, Seniorberater im VR-PrivateBanking und IHK-zertifizierter GenerationenBerater in der Geschäftsstelle Himmelpforten der Volksbank Stade-Cuxhaven eG. Meine Kollegen haben in diesem Blog schon sehr gut vorgelegt. Ich möchte heute auf die Patientenverfügung zu sprechen kommen.

Wie das Testament und die Vorsorgevollmacht wird auch die Patientenverfügung von vielen Menschen gerne auf die „Mach ich später“-Liste gesetzt. Themen, die im weitesten Sinne mit Krankheit oder Tod zu tun haben, verursachen eben ein unangenehmes Gefühl, das ist ja auch vollkommen verständlich. Gerade wenn man voll im Leben steht, beruflich sehr eingespannt ist und sich vielleicht auch noch mit einer Baufinanzierung beschäftigt, bleibt kaum Aufmerksamkeit übrig.

Viele meiner Kunden beschäftigen sich mit der Patientenverfügung erst dann, wenn in ihrem Bekannten- oder Verwandtenkreis ein entsprechender Fall in Form einer plötzlichen Krankheit oder eines Unfalls eintritt. In diesem Moment wird ihnen klar, dass einer der wichtigsten Aspekte dieser Festlegung darin besteht, den engsten Angehörigen Sorgen und Unklarheiten zu ersparen. Wer selbst ganz genau entscheidet, was getan oder unterlassen werden soll, wenn man sich nicht mehr äußern kann, nimmt seinen Lieben eine sehr große Last von den Schultern.

Fragen wie „Hat er es wirklich so gewollt?“ oder „War das in ihrem Sinne?“ belasten zusätzlich in einer Situation, die ja bereits sehr beschwerlich für alle Beteiligten ist. Weiterhin muss man sich auch klarmachen, dass der Gesetzgeber in allen offenen Fragen entscheiden wird, wenn keine Patientenverfügung vorhanden ist. Selbst wenn die Verwandten ganz genau wissen, dass dies dem Willen der fraglichen Person widerspricht, sie es aber nicht beweisen können.

In unserer GenerationenBeratung sprechen wir beim Punkt „Patientenverfügung“ natürlich auch das Thema Organspende an. Wussten Sie, dass in unserem Nachbarland Österreich automatisch davon ausgegangen wird, dass Ihre Organe entnommen werden können, wenn Sie sich nicht explizit dagegen ausgesprochen haben? Ein Organspende-Ausweis sollte man daher auch dann ständig bei sich tragen, wenn man eben nicht spenden will. Sie kreuzen dann einfach „Nein, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Geweben“ an.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Fragen klären. Wenn Sie sich genauer mit dem Themenbereich Patientenverfügung beschäftigen möchten, stehe ich Ihnen mit meinen Kolleginnen und Kollegen natürlich sehr gerne zur Verfügung.

Als nächstes schreibt mein Kollege Malte Wilkens über die Vor- und Nachteile des sogenannten „Berliner Testaments“.

Viele Grüße,

Sven Elfers
GenerationenBerater IHK der Volksbank Stade-Cuxhaven in Himmelpforten
Telefon: Telefon: 0 41 44 / 20 90-41
E-Mail: sven.elfers(at)vobaeg.de