Elternunterhalt – wenn Kinder für die Pflege ihrer Eltern aufkommen müssen

Einen schönen guten Tag,

thom-suden-gerd_generationenberater_volksbank-stade-cuxhavenich heiße Gerd thom Suden und arbeite als Seniorberater der Volksbank Stade-Cuxhaven. Neben meinen Aufgaben im VR PrivateBanking in Cuxhaven bin ich als GenerationenBerater tätig.

Zusammen mit einigen Kollegen schreibe ich in diesem Blog über unsere Erfahrungen in der GenerationenBeratung, über besondere Problemstellungen und die Beweggründe, warum wir als GenerationenBerater in den Landkreisen Stade und Cuxhaven sowie auf Helgoland unterwegs sind.

Mein heutiger Beitrag soll das Thema „Elternunterhalt“ beleuchten, erlauben Sie mir aber vorweg noch ein paar Worte zu meiner Motivation:

Wenn man sich seit vielen Jahren mit den Geldanlagen seiner Kunden beschäftigt, stellt sich irgendwann einmal die Frage nach den tatsächlichen Risiken in der Vermögensplanung: Liegen die Gefahren in schwankenden Immobilienpreisen? In den niedrigen Zinsen? Oder eher, wie aktuell wieder beobachtet werden kann, im Auf und Ab der Aktienkurse?

Bei einer guten Vermögensstreuung sollten diese Faktoren nicht zu einem existenzbedrohenden Risiko führen.

Vielmehr entstehen Risiken aus dem Versäumnis, im Vorwege Entscheidungen für den Fall getroffen zu haben, dass man selbst nicht mehr in der Lage ist, seine Angelegenheiten regeln zu können. Diese Situationen möchte ich meinen Kunden ersparen und habe mich daher als GenerationenBerater ausbilden und zertifizieren lassen.

Nun zum Thema „Elternunterhalt“:

Früher galten viele Kinder als Garant eines sorgenfreien Lebensabends. Dann arbeiteten viele Eltern hart und entbehrungsreich, damit „die Kinder es einmal besser haben“. Schließlich etablierte sich der rentenversicherungsfinanzierte Generationenvertrag, der auf einem ausgewogenen Verhältnis von Einzahlern und Nutznießern beruhte.

Mittlerweile entwickelt sich aus der demografischen Entwicklung ein finanzielles Risiko für die Kindergeneration, wenn die Eltern pflegebedürftig werden. Durchschnittlich fehlen ca. 1.500 € pro Monat nach Verrechnung von Pflegeversicherungsleistungen mit den Kosten eines Pflegeheims. Dieser Betrag ist privat zu zahlen!

Sind keine ausreichenden Rücklagen vorhanden, streckt das Sozialamt vor und wendet sich schließlich an den Ehepartner und dann an die Kinder. Diesen werden zwar bestimmte „Schutzbeträge“ und zu schonende Sachwerte zugestanden. Letztendlich kommt es aber auf eine vorausschauende und sorgfältige Vermögens- und Vorsorgeplanung an, wenn die Kinder auch bei einer hohen Pflegestufe ihrer Eltern weiter den gewohnten Lebensstandard halten wollen.

Die einzelnen Schritte zu einer gesetzlich bindenden Unterhaltspflicht der Kinder sind sehr komplex und beinhalten einige Fallstricke, die dann nur noch mit Hilfe eines Fachanwalts sicher vermieden werden können. Als GenerationenBerater informieren wir Sie gerne ausführlich im Vorwege, damit sich alle Familienangehörige zu einer auskömmlichen Lösung zusammenfinden und rechtliche Auseinandersetzungen vermieden werden können.

In zwei Wochen erwartet Sie ein Blogbeitrag meines GenerationenBerater-Kollegen Michael Hey zum Thema “Wenn Ehepartner im Krankenhaus keine Auskunft kriegen (Vorsorge- und Betreuungsvollmacht)”. Vielleicht ist der kommende Artikel ja für Sie auch interessant?

Beste Grüße aus Cuxhaven,
Gerd thom Suden
Seniorberater und GenerationenBerater IHK der Volksbank Stade-Cuxhaven
Telefon: 0 47 21 / 568-102
E-Mail: gerd.thomsuden(at)vobaeg.de