Vermögensübertragung zu Lebzeiten

Guten Tag,
Dennis Marschweski - Vermögensübertragung zu Lebzeitenich heiße Dennis Marschewski, ich arbeite als Seniorberater und IHK-zertifizierter GenerationenBerater im Alten Land in den Geschäftsstellen Jork und Steinkirchen der Volksbank Stade-Cuxhaven eG.

Mittlerweile haben meine Kollegen hier schon einige interessante Blog-Beiträge geschrieben, die verschiedene Themen unserer GenerationenBeratung aufgreifen. Ich werde mich heute ein wenig mit der Vermögensübertragung zu Lebzeiten beschäftigen. Diese Thematik ordnen viele Menschen gleich unter der Rubrik „Steuersparmodelle“ ein, für mich hat sie aber auch sehr viel mit einer generationenübergreifenden Vorsorge und langfristigen Vermögenssicherung zu tun.

Es gibt einige Vorteile einer Vermögensübertragung zu Lebzeiten gegenüber einer im Testament formulierten Weitergabe von Werten, Grundstücken, Immobilien oder anderen Besitztümern nach dem Tod:

Tatsächlich ergeben sich durch verschiedene Freibeträge steuerliche Vorteile, wenn ein Vermögen durch eine Schenkung den Besitzer wechselt. Diese Freibeträge können alle 10 Jahre wieder voll ausgeschöpft werden, eine gewisse Planung erleichtert die Übergabe eines besonders umfangreichen Vermögens entsprechend.

Der Übertragende bzw. Schenkende hat noch die volle Kontrolle über den gesamten Vorgang und kann so seinen Willen durchsetzen. Nach dem Tod ist dies kaum noch möglich und nur durch sehr komplizierte Regelungen in gewissem Rahmen steuerbar.

Eine Vermögensübertragung zu Lebzeiten ist auch eine sehr elegante und beliebte Möglichkeit, mit der Weitergabe des eigenen Besitzes lästige Verantwortung abzugeben und gleichzeitig Vorsorge zu treffen, indem im Gegenzug eine Leibrente, ein Wohnrecht auf Lebenszeit oder Nießbrauchrecht eingeräumt wird.

In jedem Falle sollten sorgfältig sämtliche Regelungen in den Schenkungs-Vertrag aufgenommen werden, um Missverständnisse zu Lebzeiten und Streitigkeiten nach dem Tode vorzubeugen. Eine Schenkung kann nämlich auch mit einem bereits vorher geschlossenen Erbvertrag kollidieren, in Extremfällen wird sogar von einer „böswilligen Schenkung“ gesprochen, wenn bewusst bestimmte Personen übervorteilt werden sollten.

Insgesamt überwiegen aber die Vorteile einer Vermögensübertragung zu Lebzeiten, insbesondere wenn unter Mitwirkung ALLER Beteiligten ein über viele Jahrzehnte oder sogar Generationen gewachsenes und gepflegtes Familienvermögen zukunftssicher weitergegeben und erhalten werden soll. Ein Wohn-, Pflege- oder Nießbrauchrecht entspricht in seiner Grundintention der in früheren Zeiten durchaus üblichen Praxis des Zusammenlebens mehrerer Generationen unter einem Dach. Wer sich dieser Tradition verbunden fühlt oder auch nur die entsprechenden Angelegenheiten rechtssicher ordnen möchte, findet in dieser Methode eine flexible und praktikable Möglichkeit.

Wenn Sie weitergehende Fragen oder Anregungen haben, freuen wir uns immer über Ihren Anruf oder eine E-Mail!

Der nächste Beitrag kommt von meinem Kollegen Stefan Heins aus Steinkirchen, er stellt Ihnen die neuen Pflegestufen 1 bis 5 nach der Pflegereform vor.

Viele Grüße,

Dennis Marschewski
GenerationenBerater IHK der Volksbank Stade-Cuxhaven
Telefon: Telefon: 0 41 62 / 94 35-23
E-Mail: dennis.marschewski(at)vobaeg.de